Trachtenzimmer

In diesem ehemaligen Durchgang, der im 17. Jh. durch das Einziehen einer Fachwerkwand vor dem Mauerwerk des Palas entstand, befindet sich seit 2011 ein „Trachtenzimmer“. In einer großen Vitrine und anhand von Gemälden kann hier die seit der Biedermeierzeit in der Region Feldkirch getragene „Feldkircher Tracht“ bewundert werden.

  

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt jedoch bei der Entwicklung der Kopfbedeckung der Frauen. Diese wird anhand von kunstvoll gefertigten Bodenhauben über die Goldbrokatkappe bis zur Gold-Radhaube, dem Symbol der Bürgerinnen in den Städten des Rheintals und des Bodenseeraums, vorgestellt.

 

Ölgemälde Feldkircher Bürger- und Bürgerinnen werden zudem zu wichtigen Zeugnissen der Kleidung des Bürgertums im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert. Auf der der großen Trachtenvitrine gegenüberliegenden Seite sind aus der gleichen Zeitepoche Truhen und Schränke aus Feldkircher Bürgerhäusern ausgestellt.

 

Ein von der Balkendecke herabhängendes Amtsschild mit Doppeladler, Szepter und Reichsapfel dürfte von einem der zahlreichen staatlichen Amtsgebäude in Feldkirch stammen. Zu einem heimischen Haushalt gehörte früher ebenso ein „Essigfässchen“, wie wir zwei davon auf der unteren Kommode sehen.